Fiat 124 Sport AS Spider 1967

 

Der Fiat 124 Spider sah nach Ferrari aus, war technisch den Alfa Romeo ebenbürtig, kostete aber deutlich weniger….. und er macht auch heute noch Spass.


Bereits im Frühjahr 1966 hatte Fiat mit dem Modell 124 den Nachfolger der Baureihe 1300/1500 präsentiert. Der Fiat-Cheftechniker Dante Giacosa hatte eine moderne Limousine geschaffen, die auch die Basis für weitere Modelle bereitstellte. Die offene Version des 124 präsentierte Carrozzeria Touring am Turiner Autosalon des Jahres 1966, es war eine zum Cabriolet umgestaltete Limousine. Obschon die Reaktionen positiv waren, hatte man sich beim Fiat bereits für den bei Pininfarina gestalteten Spider entschieden. Für die Firma Touring war das nur einmal gebaute 124 Cabriolet das letzte Auto überhaupt.
Bereits im Frühjahr 1966 hatte Fiat mit dem Modell 124 den Nachfolger der Baureihe 1300/1500 präsentiert. Der Fiat-Cheftechniker Dante Giacosa hatte eine moderne Limousine geschaffen, die auch die Basis für weitere Modelle bereitstellte. Und neue Modelle benötigte Fiat, denn der bis 1966 gebaute Fiat 1500/1600 Spider basierte noch auf der technischen Basis des 124-Vorgängers.
Angelehnt an die Corvette Rondine ☺
Pininfarina überzeugte Fiat mit der Chevrolet Corvette Rondine, die 1963 in Turin präsentiert worden war. Den Zeichenstift bei der Rodine hatte Tom Tjaarda geführt, und folglich wurde der in Pininfarina-Diensten arbeitende Amerikaner auch für den 124 Spider beauftragt. Allerdings war es weit schwieriger als erwartet, die Rondine-Linien an das kürzere und gedrungenere Fiat-Chassis anzupassen. Tjaarda hätte schon beinahe aufgegeben, als ihn Franco Martinengo, der Chef des Designstudios, beiseitenahm und meinte, dass der Wagen ja keine Corvette werden sollte und daher ein divergierendes Design zulässig sei.
Nun ging es schnell vorwärts und es blieben trotzdem noch einige Rondine-Elemente, notabene das schwalbenschwanzähnliche Heck, erhalten. Das Design zeigte aber auch viele Ähnlichkeiten mit damaligen Ferrari-Modellen, insbesondere mit dem 275 GTS von 1964 und dem 365 California von 1966. Aber vor allem war es gefällig, und zwar unabhängig von nationalen Vorlieben – eine wichtige Voraussetzung für einen Bestseller.
Der Fiat 124 Spider war ein modernes Fahrzeug, verfügte über eine selbsttragende Karosserie und einzeln an Dreieckslenkern aufgehängte Vorderräder. Hinten bemühte sich zwar eine Starrachse für die Radführung, sorgte aber dank Kurvenstabilisatoren für gute Fahreigenschaften. Rundum waren Scheibenbremsen montiert. Das Tüpfelchen auf dem i aber war der neue Motor, abgeleitet vom Limousinenaggregat. Zur Leistungssteigerung setzte man einen neuen Zylinderkopf mit zwei zahnriemengetriebenen Nockenwellen auf den Vierzylinder. Derartig modifiziert leistete der 1438 cm3 grosse Kurzhuber 90 PS bei 6500 Umdrehungen.
Dem Fiat 124 Spider war ein langes Leben beschieden. Auf die erste Serie (AS genannt) folgte 1971 der Nachfolger mit 1,6 Litern Hubraum (BS genannt). Bereits 1973 wurde ein weiterer Wechsel fällig, der Hubraum blieb allerdings gleich (Baureihe CS). 1973 profitierte der «Normal»-Spider dann vom Abarth-Derivat (CSA) und erhielt ebenfalls 1756 cm3 und 118 PS. 1974 wurde der Verkauf in Europa gestoppt, für Amerika erhielt der offene Klassiker grössere Stossstangen, um mit den dortigen Aufprallvorschriften klarzukommen.
Gegen Ende der Siebzigerjahre stieg der Hubraum dann schliesslich auf fast zwei Liter, eine Einspritzung zügelte Durst und Abgasemissionen und plötzlich gab es den nun «Spider Europa» genannten Wagen auch in Europa wieder. Selbst das Fiat-Signet entfiel, Pininfarina bauten das Cabriolet in eigener Regie weiter, der Vertrieb erfolgte aber nach wie vor über das Fiat-Händlernetz. Im Jahr 1985 war dann nach 19 Jahren Bauzeit endgültig Schluss, mit dem Volumex aber gab es sogar noch eine Variante mit Kompressor und 135 PS.
 

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